30. Dezember 2017

2017, etwas schal im Abgang

Mein letztes Jahr war sehr anstrengend, es ist viel im Garten passiert (ich muss das wirklich mal dokumentieren, erster guter Vorsatz für das neue Jahr) und leider, leider ging es sehr unschön zu Ende.

Der Anfang vom Ende war, dass ich einen Tag vor meinem Geburtstag, der ungefähr eine Woche vor Weihnachten liegt, guter Laune mit Hund in meinen Garten radelte, um das Vogelfutter aufzufüllen.

Ich habe es erst nach 10 Minuten entdeckt:

Eine eingeschlagene Fensterscheibe!

Ein Einbruch! In meine Laube! Oh Schreck!!!

Ich war geschockt, konnte im ersten Moment gar nicht glauben, was ich gesehen habe:



Glasscherben auf dem Boden, totale Unordnung..! Gottseidank kam gerade unser Garten-Faktotum vorbei, der Heinz. Er hat gleich die Polizei für mich angerufen, denn ich wusste in dem Moment gar nicht, wo mir der Kopf stand!

Um es abzukürzen:

Ich musste bei eisiger Kälte fast eineinhalb Stunden auf die Beamten warten (es hätten auch vier werden können, sagte mir die wirklich freundliche Dame vom Polizeirevier, da hatte ich ja noch richtig Glück!). Auch Glück war, dass außer einer Flasche Schnaps, die bis dato niemand trinken wollte, einem Stuhlkissen und ein paar Wollsocken nichts geklaut wurde, nur durchwühlt. Und der Einbrecher hat dann freundlicher Weise sogar seine alten Socken da gelassen. Wertsachen habe ich eigentlich nicht im Garten und das was da war, schien ihm nicht zu gefallen: noch nicht mal die schönen großen Sony-Kopfhörer waren weg!

Komischerweise haben sich die Polizei-Beamten aber weder für die abgelegten Socken noch für Fingerabdrücke interessiert, ein paar Fotos, ein Protokoll und das war´s.

Als die Polizisten gegangen waren, ich endlich aufräumen, die Splitter der Fensterscheibe aus allen Winkeln und Ritzen fegen und das Fenster mit Folie verschließen konnte, hatte ich mich schon wieder etwas beruhigt.

Leider steigen die Delikte im Südgelände seit Jahren, auch Lauben brennen immer wieder, so dass ich insgeheim damit gerechnet habe, auch einmal zu den Opfern zu gehören. Gerade in den letzten Monaten gab es jede Woche mehrere Einbrüche rund um mich herum, die Schlinge zog sich sozusagen immer enger.

Aber ich lass mir aber das Gärtnern nicht vermiesen, denn die Laube ist zwar süß, aber das Wichtigste ist der Garten für mich, das Natur-Erlebnis, und das kann mir kein Einbrecher nehmen!


 

Kommentare:

Sisah vom Fließtal hat gesagt…

Ja, Berlin hat sich ziemlich verändert, aber es ist eben echt großstädtisch geworden...und wir müssen uns damit abfinden, dass auch die Kriminalität zunimmt. Andererseits auch in meiner Berlinzeit vor der Wende, habe ich einen Wohnungseinbruch erleben dürfen...Autoradio-Diebstähle erlebt....und wenn nur Socken und Schnaps geklaut werden, kann man das unter Schicksal verbuchen, oder? Es bleibt ein schales Gefühl zurück, das kann ich gut nachempfinden. Die Polizei setzt die Spurensicherung je nach Schadenshöhe ein ;-)..Kommt da eigentlich eine Hausratversicherung für die Schäden auf?
Hier noch der Link zu meinem Blogeintrag, den ich bei Instagram erwähnt hatte: https://meingartenimfliesstal.blogspot.de/2016/03/ausflug2.html
Wie ich feststelle, sind die meisten meiner Fotos von diesem Ausflug verschwunden. Ich nehme an, weil ich sie nicht richtig abgespeichert hatte. Aber meine Technikkenntnisse sind halt beschränkt. Tut mir leide, aber K.Näsers Zitate zu Eranthis hyemalis kannst du da nachlesen.
Liebe Grüße
Sigrun aus dem Fließtal

Gesine Seepferd hat gesagt…

Liebe Sigrun,
danke für deine Anteilnahmme!

Eigentlich sind alle Vereinsmitglieder angehalten, eine Versicherung speziell für Kleingärten abzuschließen. Ich habe eine, werde den Schaden aber wahrscheinlich nicht melden, da mir in diesem Fall der Aufwand wirklich zu hoch ist ;-)

Danke auch für den Hinweis auf deinen Post, werde gleich mal nachschauen gehen.

Mir ist aufgefallen, dass auch bei mir fast alle alten Bilder nicht mehr zu sehen waren, ich denke mal, das hat mit einer Einstellung bei Blogger zu tun, irgendein Update oder so... Hat mich einige Tage gekostet, das wieder zu "reparieren". Da ich eh eine Woche krank zu Hause ausharren musste, konnte ich die Zeit gut dafür nutzen :-)

Viele liebe Grüße ins Fließtal
von Gesa